Foto: Thomas Eisner

Herulia feierte 110. Geburtstag!

Von 13. bis 15. September 2018 beging die katholisch österreichische Studentenverbindung Herulia Stockerau – einer der ältesten und traditionsreichsten Vereine der Stadt – ihren 110. Geburtstag. Spätestens seit ihrem 100. Stiftungsfest vor 10 Jahren, bezieht Herulia die Öffentlichkeit regelmäßig in ihre Aktivitäten mit ein. So wurde das diesjährige große Jubiläum bereits mit einer groß angelegten Sozialaktion gemeinsam mit dem Städtischen Pflegeheim eingeläutet. „Tue Gutes und rede darüber“ ganz nach diesem Motto entstand parallel dazu eine Festschrift mit dem Titel „Soziales Engagement in Haupt- und Ehrenamt – eine Bestandsaufnahme in Stadt und Region“ in der auch andere Institutionen und Vereine zu Wort kommen und darüber berichten, wie es um das soziale Engagement, die Ehrenamtlichkeit und Bereitschaft zur Hilfe bestellt ist, was die Menschen antreibt und wohin die Zukunft ihrer Meinung nach führen wird. Ebenso entstand in den letzten Jahren der dritte Teil der Verbindungschronik (1985-2018), womit auch der Aufarbeitung der jüngsten Verbindungsgeschichte zum großen Jubiläum Rechnung getragen wurde.

Foto: Thomas Eisner

Am 13. September wurden diese beiden Publikationen im Rahmen eines äußerst gut besuchten Festaktes im Belvedereschlössl Stockerau präsentiert, wo Herulia auch Bürgermeister Helmut Laab, Vize-Bürgermeisterin Susanne Hermanek und LAbg. Christian Gepp begrüßen durfte. Weiteres Highlight: Die Eröffnung der Sonderausstellung „110 Jahre Herulia in Stockerau“ im Bezirksmuseum Stockerau, welche mit großartiger Unterstützung der Stadt und der Museumskustodin realisiert werden konnte. Die Ausstellung ist primär für eine Zielgruppe konzipiert, die mit dem katholischen Couleurstudententum bislang keinen oder nur oberflächlichen Kontakt hatte. Wer war und ist Herulia, was tat und tut Herulia sind zentrale Themen, ebenso wie eine aktive und starke Abgrenzung zu schlagenden Burschenschaften. Herulia lädt alle Stockerauerinnen und Stockerauer, sowie alle Interessierten dazu ein, die Ausstellung zu besuchen, die noch bis Jahresende im Bezirksmuseum beheimatet sein wird.

Am Freitag, dem 14. September luden die Couleurdamen Heruliae zu einem Empfangsabend im Vereinslokal in der Hauptstraße 7, der sogenannten Bude. Dieses Lokal in einem historischen Gebäude wurde anlässlich des Jubiläums mit einer Denkmaltafel versehen und gibt somit Auskunft über Herulia und die Geschichte ihrer Bude.

Foto: Thomas Eisner

Am Samstag, dem 15. September lud Herulia schließlich zum Höhepunkt der Feierlichkeiten ins Pfarrzentrum P2 in Stockerau. Die Vertreterinnen und Vertreter vieler christlicher farbstudentischer Verbände konnten begrüßt werden. Unter den Gästen des Abends befanden sich u.a. die Abg. z. NR Eva-Maria Himmelbauer, sowie Bürgermeister Helmut Laab und Vize-Bürgermeisterin Susanne Hermanek nebst vieler Vertreterinnen und Vertreter der hiesigen und benachbarten Gemeinden, sowie der neue „Hausherr“ und Stadtpfarrer Tom Kruczynski. Der Festredner des Abends war DI Andreas Stemberger, der auch schon einen Beitrag zur o.g. Festschrift geleistet hatte und aufgrund seiner zahlreichen Erfahrungen im Ehrenamt prädestiniert war, seine motivierenden und zugleich mahnenden Worte an die Festgäste zu richten. Das Thema: Der freie Wille als Grundlage zur Freiwilligkeit, die Freude am Helfen als Antrieb und das Abstecken von Zielen zur Bewältigung von „scheinbaren“ Hürden. Im Anschluss an die offizielle Veranstaltung bat man – auch in guter Tradition – zum Ausklang auf die Bude, wo noch bis in die späten Abendstunden gefeiert wurde.

Jedes Fest geht einmal zu Ende, Herulia jedoch wurde im Auftrag bestärkt, weiterhin so starke Zeichen in der und für die Gesellschaft zu setzen und blickt erwartungsvoll in die Zukunft.